Licht-im-Terrarium: Literaturdatenbank

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Robinson, M., Barrett, E., & Jeffery, G. (2026). Infrared exposure improves human colour vision undermined by led light. PLos ONE, 21. 
Added by: Sarina (01/10/2026, 06:36)   Last edited by: Sarina (01/10/2026, 15:03)
Resource type: Journal Article
DOI: 10.1371/journal.pone.0345340
BibTeX citation key: Robinson2026
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Categories: General
Creators: Barrett, Jeffery, Robinson
Collection: PLos ONE
Views: 8/8
Meine Sichtweise (Keine vollständige Zusammenfassung des Artikels! Meine Meinung muss nicht mit der Meinung der Autoren übereinstimmen! Bitte lesen Sie auch die Originalarbeit!)    .

Zusammenfassung

  • Verglichen wurden zwei E27 R63 LED-Lampen von Light Power Health UK (Light Power Health), die derzeit (noch?) nicht auf dem Markt erhältlich sind: eine "standard" LED, 15W 2700 K, und eine äußerlich identische Lampe unbekannter Leistung mit zusätzlichen 850-nm-Dioden. Es sind Spektren beider Lampen abgedruckt und im Supplement als Daten vorhanden.
  • Es ist angegeben, dass die LED-Lampen am Schreibtisch ca. 8 lx auf Augenhöhe erreichten. Das soll 0.03 W/m2 bei der Stanard-LED und 0.11 W/m² bei der LED+850 entsprechen.
  • Aus den beiden im Supplement angegeben Spektren errechne ich 8 lx aber 0,03 und 0,09 W/m² ([861], [862]).
  • das Spektrum an einem typischen Schreibtisch der Kontrollgruppe ist in Fig1b gezeigt. Ich extrahiere daraus 140 lux. Das ist geringer als die im Artikel angegebene "Horizontal illuminance at head height was in the range of 250–1400 lux."
  • Drei Gruppen von Personen führt zunächst einen Farbsehtest durch. Die Kntrollgruppe änderte nichts an ihrer Schreibtischbeleuchtung, die andere zwei Gruppen installierten die standard-LED oder die LED+850 LED Lampe maximal 1 m über ihrem Schreibtisch (mind 20h/Woche).
  • Nach einer Woche wurde der Farbsehtest wiederholt. Beim Farnsworth-Munsell 100-Hue Test werden 85 farbige Plättchen im Farbverlauf sortiert.
  • Bei der Kontrollgruppe waren die Ergebnisse nach einer Woche ähnlich, bei der LED-Gruppe 33% schlechter, bei der LED+850 23% besser.

Weitere Kommentare

  • Die Autoren betonen, dass Sonnenlicht, Flammenlicht und Glühbirnenlicht spektral sehr ähnlich sind und LED-Licht deutlich anders. Ich teile die Einschätzung in dieser Fundamentalität nicht. Bzgl. Infrarot trifft das zu, aber im Gesamtspektrum hat auch das Glühbirnenlicht deutliche Abweichungen vom Sonnenlicht. Auch die Aussage, das Sonnenspektrum würde den Bereich ab 200(!!)nm abdecken, teile ich nicht.
  • Es ist für mich sehr schwer zu glauben, dass die LED-Gruppe so viel schlechter abgeschnitten hat. Das in Abbildung 1b gezeigte Spektrum der Arbeitsplatzbeleuchtung mit Tageslicht mit und ohne LED unterscheidet sich praktisch nicht. Lediglich bei der LED+850-nm Gruppe ist ein deutlicher Unterschied bei 850 nm zu sehen.
  • Warum wurde hier ein anderer Farbtest verwendet als in Barrett2026?
  • Die Autoren geben in Tabelle 1 eine Übersicht über verschiedene Studien. Hier wird überwiegend 40 mW/cm² (=40'000 µW/cm²) zitiert. Sehr interessant, dass hier lediglich 0,06 W/m² (=6 µW/cm²) genutzt werden. Allgemein habe ich kein gutes Gefühl bei der Verlässlichkeit der Bestrahlungsstärke-Angaben in den Publikationen. Die 0,06 W/m² in dieser Publikation erscheinen mir glaubwürdig.

Added by: Sarina  Last edited by: Sarina
Abstract

Life evolved under sunlight (200–4000nm). Incandescent lighting was similar (200–3000nm). But modern light-emitting diodes (LED) produce only a narrow band of visible light (400–700nm), eliminating >90% of the solar spectrum. Light impacts life, partly through mitochondrial modulation with different wavelengths triggering opposing metabolic responses. Longer red/infrared wavelengths (650–1000nm) improve metabolism and ageing patterns, while blue light (420–450nm) undermines these processes. The retina has the highest metabolic rate in the body and the greatest density of mitochondria. Hence, visual ability may be vulnerable to changes in the light environment which negatively affects mitochondrial performance. We ask if standard LED lighting reduces visual performance in terms of colour discrimination ability, and whether adding 850nm infrared improves it. We tested colour discrimination with a standard Farnsworth-Munsell 100-Hue test in 55 subjects then divided them into those exposed to standard LED desk lighting or LED lights supplemented with 850nm infrared for a week. Controls were unexposed. There were no changes in controls but significant reductions of 33% in colour performance scores in the LED group and significant improvements of 23% in colour performance scores in those supplemented with 850nm. The implications for public health warrant further investigation as LED lighting continues to be widely adopted in the built environment.


Added by: Sarina  
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