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Henze, M. J. (2002) Okulare Akkommodation bei der Zacken-Erdschildkröte (Geoemyda spengleri). thesis master's. Tübingen, Fakultät für Biologie. 
Added by: Sarina (04 May 2009 22:54:55 UTC)   
Resource type: Thesis/Dissertation
BibTeX citation key: Henze2002
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Categories: Deutsch = German
Keywords: Akkommodation = Accommodation, Schildkröten = Turtles, Sehvermögen = Visual Perception
Creators: Henze
Publisher: Fakultät für Biologie (Tübingen)
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Abstract
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden die Akkommodation und damit in Beziehung stehende Merkmale des Auges bei der Zacken-Erdschildkröte (Geoemyda spengleri) untersucht. Fotoretinoskopische Messungen ergaben, dass Akkommodationsgeschwindigkeit (bis zu 150 dpt/s), -breite (55 dpt) und -präzision (keine signifikante Abweichung von der Zielentfernung) mit denen des Chamäleons vergleichbar sind und die anderer terrestrisch lebender Vertebraten deutlich übertreffen. Eine Fovea, welche als besonderer Fokusindikator dienen könnte, besitzen die Tiere nicht. Normalerweise akkommodiert die Zacken-Erdschildkröte in beiden Augen unabhängig voneinander. Wie beim Chamäleon kommt es jedoch zu einer zentralnervösen Kopplung, wenn eine Beute binokular fixiert wird. Die Refraktion und die Abbildungsqualität in der das Auge horizontal halbierenden Ebene unterscheiden sich bei Divergenzwinkeln von bis zu 30� nicht von der Situation in der optischen Achse. In Übereinstimmung damit findet man in der Retina ein horizontales Band hoher Ganglienzelldichte: Das Bildauflösungsvermögen sinkt vom Zentrum zur Peripherie hin kaum. In der das Auge vertikal halbierenden Ebene nimmt die Refraktion von oben nach unten kontinuierlich ab (Differenz innerhalb von 30 bis zu 59 dpt). Dies kann als Anpassung an die durchschnittliche Objektentfernung für verschiedene Regionen des visuellen Feldes interpretiert werden. Allerdings zeigen die Untersuchungen, dass im ventralen Gesichtsbereich ein Astigmatismus auftritt, der zur Peripherie hin wächst. Die hieraus resultierende schlechtere Bildqualität im unteren Teil des visuellen Feldes lässt sich nicht mit der dort noch vergleichsweise hohen retinalen Auflösung und der Lebensweise der Tiere (am Boden nach Beute jagend) in Einklang bringen. Wie bei vielen Vertebraten kontrahiert der Schließmuskel in der Iris von Geoemyda spengleri mit zunehmender Lichtintensität und bei Nahakkommodation. Da die Linse der Schildkröten in die vordere Augenkammer hervorragt, sollte durch eine Verengung der Pupille nicht nur die Tiefenschärfe sondern auch die Brechkraft des Auges vergrößert werden, indem sich der Krümmungsradius der anterioren Linsenoberfläche verringert.
Added by: Sarina  
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